UETV-History: Wie Plany dem Knitti Schmidti ausspannte

Erstellt am: 05.09.2014 | Sektion Tennis

Die vergangenen Jahren haben Martin Schmidt und Peter Planyavsky völlig zu Unrecht das Herren-Doppel beim UETV St. Pölten 1872 dominiert. Nun soll nicht länger darüber geschwiegen werden, dass dieser Erfolgslauf einem Teufelspakt im Tullnerfeld entsprang und Reinhard Knittl anstelle von Plany einen zum Bersten vollen Trophäenschrank haben sollte.

Reinhard Knittl wechselt die Doppel-Partner wie Peter Jäger die Blondinen. Schuld daran (an der Wechsel-Orgie vom Knitti, Anm.) ist Peter Planyavsky. Im Sommer 2001 verhinderte er mit List und Tücke die Mega-Fusion der UETV-Doppel-Giganten Martin Schmidt und Reinhardt Knittl. Ein Duo, das die Bimbo-Binder-Promenade mit Sicherheit jahrzehntelang in Angst und Schrecken versetzt hätte.

Im beschaulichen Tullnerfeld trug es sich zu. Die Einser-Herren waren beim TC Waldsee Neu-Aigen zu Gast. Der damalige Kapitän Thomas Schöpf hatte mächtig zu intervenieren, dass die Partie überhaupt stattfand, da die Plätze ziemlich durchnässt waren. Während der zähen Verhandlungsphase umgarnte Plany bereits  im niegelnagelneuen weißen Stützpullover – den ihm die blonde Nachbarin „Anastacia“ zum Purzeltag überreicht hatte – den Schmidti. Der aufmerksame Karl Ettlinger wird ihnen sicher Zeugnis darüber ablegen können. Er und Plany drängten auf eine vorzeitige Absage. Karl, weil er verständlicherweise nicht ewig auf seinen Doppeleinsatz warten wollte. Plany, weil der Schlingel wohl die Gunst der Stunde nutzen wollte, sich dem Schmidti weiter in aller Ruhe anzunähern. Man glaubt es heute kaum: Bis dahin hatten sich die beiden noch zu keinem Doppel gepaart gehabt.

Das schließlich mit einer guten Stunde Verspätung gestartete Meisterschaftsspiel (jedes Single und jedes Doppel bringt einen Punkt) spielte dem Plany dann vollends in seine ohnehin stets gezinkten Karten. Nach den Einzeln stand es 4:2 für den UETV. Waldsee war schwer angezählt und wir brauchten nur noch einen Punkt aus den drei anstehenden Doppeln. Nach kurzer Diskussion war klar, dass es Schmidti und Knitti richten sollten, obgleich sie das auf Position 1 tun mussten. Plany rannte auf 2 mit Karl ein und Thommy mit Hans-Peter Hess auf 3. Alle drei Doppel gingen verloren. Und es war die dritte 4:5-Niederlage der UETV St. Pölten 1872 Herren 1 in Folge.

Schmidti/Knitti hatten nicht ihren besten Tag und verloren in drei Sätzen. Plany/Karl verloren in zwei Sätzen – hatten im zweiten aber, der im Tie-Break endete, durchaus Chancen. Allerdings war Plany von Schmidti schon dermaßen verzückt, dass er mehr seiner frischen Liebe am Nebenplatz zuschaute, als sich auf die eigenen Ballwechsel zu konzentrieren, um nachher kleinlaut festzustellen: „Als ich gemerkt habe, dass wir eigentlich eh gewinnen können, war es schon zu spät.“ Thommy/HP fehlte lediglich der Volley.

Statt Selbstmord Bündnis mit dem UETV-Teufel

Auf der Nachhausefahrt eskalierte es beinahe. Schmidti wurde, schwer gezeichnet nach seinen Niederlagen im Einzel und Doppel, lebensmüde. Wenn Schmidti einmal ruhig wird, herrscht Pulleralarm!!! Plötzlich bat er HP, den Mercedes zu stoppen, stieg aus und wollte per Matrosenköpfler in die Donau seinen Abgang machen. Da schlug Plany zu. Offen bekundete er seine Zuneigung und Schmidti durfte sich am Stützpulli ausweinen. „Please allow me to introduce myself I’m a man of wealth and taste I’ve been around for a long, long year Stole many a man’s soul to waste“ stammelte er im Todeswahn daher und bekam Sympathy for the Devil.

Plany ging sein Teufelsdreizack voll ab. Er musste sich seine Hose bis weit über den Bauchnabel hinauf ziehen, um dieses bizarre Schauspiel behelfsmäßig zu kaschieren. Der Pakt wurde beschlossen. Seither sind sie ein (Doppel)paar und haben in der Bimbo Binder Promenade schon so viele Pokale abgestaubt, wie Peter Jäger Blondinen. Na ja, nicht ganz so viele – wir wollen ja nicht übertreiben.

Knittl sucht den Doppelkaiser

Knitti hat derweil den Scherb’n auf. Im Einzel und im Mixed (im Schlepptau der Lisa) eine UETV-Bank hängen die Trauben für den titelsüchtigen Spieler im Herren-Doppel bei den Klubmeisterschaften bisweilen zu hoch. Mit Thommy und Schwanzi an seiner Seite scheiterte er im Finale jeweils im Tie-Break im dritten Satz am „Ehepaar“ Schmidt/Planyavsky.

Letztes Jahr musste er ein Hobbykickerl organisieren, damit sich Schmidti verletzt – der Plan ging auf – und hatte im Finale mit Partner Stefan Korntheuer das Glück, dass die Gegner Alex Eder und Thommy in weiser Voraussicht verloren, um dem Stefan vor den anstehenden Präsidentenwahlen ein besseres Standing zu verschaffen.

Für heuer hat sich Knitti extra den Thommy Hammerl eingekauft. Mal schauen, was dabei herauskommt. Die Aktion könnte zum Bumerang werden. Angeblich wurden bereits Ex-UETVler wie Notar Dr. Michael Billeth oder Christian Kloimüllner für 2015 als Doppelpartner angefragt, ebenso Markus Sedletzky, der beim UETV alle trainieren darf, die Peter Jäger abweist – also alles außer Blondinen.


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